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Diversity in Action - eine künstlerische Annäherung an das Thema Vielfalt

Die Medizinische Fakultät beteiligt sich mit drei künstlerischen Aktionen an der Diversity-Woche der Universität zu Köln, die vom 18.-22.06.18 stattfand.

Ein ungewöhnlicher Anblick bot sich am Vormittag des 22. Juni im Foyer des Bettenhauses: Die Künstlerin Barbara Ilse Petzold Horna lud anwesende und vorbei strömende Menschen dazu ein, mit bunten Papierfetzen, verschiedensten Farben und Klebern eine Kugel aus unterschiedlichsten Teilformen mitzugestalten. Das künstlerische Mitmachangebot war ein Teil der Aktion „Diversity in Action“, mit der sich die Medizinische Fakultät in diesem Jahr an der „Diversity-Woche“ der Universität zu Köln beteiligte. Unter dem Motto „Du machst den Unterschied!“ sensibilisiert die Diversity-Woche alljährlich durch Veranstaltungen und Aktionen für den Umgang mit Vielfalt und Chancengerechtigkeit und macht auf die existierenden Angebote der Universität aufmerksam.

Im Bettenhaus brachte die Künstlerin Petzold Horna an diesem Tag verschiedene Perspektiven der Teilnehmenden unter ihrer aktiven Anleitung in eine fließende Verbindung. Und genau dies war das Ziel: Der großen Vielfalt an Menschen und Diversitätsmerkmalen wie zum Beispiel Alter, Geschlecht oder Herkunft, die die Uniklinik Köln repräsentiert, einen künstlerischen und damit öffentlichen Raum zu geben.

„Wie das künstlerische Material sind auch wir Menschen keine abgeschlossenen Formen, keine klar definierte Identitäten“, erklärt die Künstlerin ihre Aktion. „Wir können uns ständig verändern und unterschiedlichste Identitäten in uns vereinen“.

Ein paar Meter weiter präsentierten zwei Studentinnen des Instituts für Kunst & Kunsttheorie der Universität zu Köln ihre performativen Arbeiten, die im Rahmen einer Seminarreihe mit dem Titel „home/migration“ entstanden sind. Mit "Abraxas" zeigte Jeanne van Eeden eine Skulptur, die von drei schmalen Bauzäunen umzingelt war. Die Künstlerin befreite sich via eines projizierten Videos aus dieser Skulptur. „Die Arbeit behandelt die Anstrengung, die ein Befreiungsakt kostet. Diese Energieaufwendung ist der kleinste gemeinsame Nenner, der in jeglichen Formen von Befreiung vorhanden ist“, kommentierte Jeanne van Eeden ihre Kunstaktion.

"Untitled [0-5]" von Julia Maja Funke zeigte eine Videocollage, in der eine lautlose, videografische Präsentation mit sechs verschiedenen Motiven im Loop zu sehen war. Die Motive wiederholten sich auf einzelnen Postkarten, die sich im Raum über Teppiche und Beistelltische hinweg bis in das ganze Gebäude hinein positionierten. Die Teppiche konnten von Betrachter_innen als Vehikel der Aneignung genutzt werden.

Mit „Diversity in Action“ beteiligte sich das Prodekanat für Akademische Entwicklung und Gender der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln das zweite Mal an der Diversity-Woche. Im letzten Jahr richtete das Prodekanat eine Fachtagung zum Thema „Frauen, Flucht, Gesundheit“ aus und bot Beschäftigten der Uniklinik Köln die Teilnahme an einem vierphasigen Diversity-Training an.