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Aktuelle Meldungen

 

Projekt DEAL/Konsortial-Boykott Elsevier


Die Hochschulrektorenkonferenz wurde von der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen beauftragt, das Projekt DEAL ins Leben zu rufen, um im Auftrag aller deutschen wissenschaftlichen Einrichtungen, bundesweite transformative "Publish and Read"-Vereinbarungen mit den größten kommerziellen Verlagen für wissenschaftliche Zeitschriften auszuhandeln. Ziel ist es, dass alle Publikationen von Autor*innen aus deutschen Einrichtungen automatisch Open Access geschaltet werden und die DEAL-Einrichtungen dauerhaften Volltextzugriff auf das gesamte Titel-Portfolio (E-Journals) der ausgewählten Verlage erhalten. Bereits im Januar 2019 wurde der DEAL-Vertrag mit dem Verlag Wiley abgeschlossen, an dem die Universität zu Köln bereits teilnimmt. Im Januar 2020 wurde der Vertrag mit Springer unterzeichnet. Weitere Informationen zum Projekt DEAL können Sie hier finden: https://www.projekt-deal.de/

Boykott: Vertrag zwischen Elsevier und der Universität zu Köln zum 31.12.2019 ausgelaufen
Das Rektorat der Universität zu Köln hat sich dem vom Projekt DEAL organisierten Konsortial-Boykott des Wissenschaftsverlages Elsevier angeschlossen. Der zum 31.12.2019 ausgelaufene Fünf-Jahres-Vertrag zwischen der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln und Elsevier wird nicht verlängert. Dies bedeutet, dass die Mehrheit der von Elsevier herausgegebenen wissenschaftlichen Fachzeitschriften seit 2020 auch an der Universität zu Köln nicht mehr zur Verfügung steht.

Seit 2016 laufen die Verhandlungen des DEAL-Projekts mit dem niederländischen Wissenschaftsverlag Elsevier. Zur Unterstützung der Verhandlungsposition haben inzwischen über 200 Institutionen ihre Elsevier-Abonnements gekündigt und zahlreiche Forschende haben ihre Herausgeberschaft bei Elsevier-Zeitschriften niedergelegt. Weil die bestehende Vertragslaufzeit der Universität zu Köln mit fünf Jahren besonders lang war, ist die UzK nach Auslauf des Vertrags nun eine der letzten Hochschulen, die sich dem Boykott in der Praxis anschließen kann. Laufende Informationen zum Stand der Gespräche zwischen dem Konsortialprojekt DEAL und Elsevier finden Sie auf der Seite https://www.projekt-deal.de/

Was nun?

Für die Literaturversorgung an der Universität zu Köln bedeutet der gemeinsame Elsevier-Boykott, dass die Universität zu Köln für aktuelle Zeitschriftenjahrgänge ab 2020 keinen gültigen Lizenzvertrag mehr abgeschlossen hat und ihre Nutzerinnen und Nutzer nicht weiter damit versorgen kann. So wird der Zugang zu Zeitschriften ab dem Jahrgang 2020 (inkl. der Cell Press-Titel) bereits von Elsevier abgeschaltet. Die in den letzten fünf Jahren zusätzlich zum Vertragspaket freigeschalteten Titel sind ebenfalls nicht mehr zugänglich.  Nicht berührt ist allerdings das Archiv der bis 2019 erschienenen Ausgaben der zuvor von der Universität zu Köln abonnierten Elsevier-Zeitschriften.

Die ZB MED behält in etwa 60% des Print-Bestandes an Elsevier-Zeitschriften. Wir möchten Sie bitten, in der ZB MED nachzusehen, ob die gewünschte Zeitschrift dort vorhanden ist. Dies können Sie mit der Suchmaschine LIVIVO tätigen: https://www.livivo.de/app. In der ZB MED stehen Scanner zur Verfügung. Bitte bringen Sie dafür einen USB Stick mit. Alternativ kann ein USB Stick für 4,50 EUR an der Ausleihtheke erworben werden.

  Aufgrund einer Vielzahl von notwendigen Anpassungen ist weiterhin der Zugriff auf weitere andere Zeitschriften derzeit nicht möglich. Uns ist bewusst, dass die aktuelle Literaturversorgung nicht zufriedenstellend ist. Wir arbeiten an einer Lösung und bitten um Ihr Verständnis, wenn Sie keinen Zugriff auf die von Ihnen gewünschte Zeitschrift haben. Melden Sie uns bitte Ihre Anregungen und Wünsche, wir werden diese sammeln und versuchen, eine bestmögliche Lösung zu erreichen.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Mit freundlichen Grüßen

Prodekanat für Wissenschaft