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Dr. Henning Grüll erhält Loeffler-Frosch-Preis 2026

Auszeichnung durch Gesellschaft für Virologie

Dr. Henning Grüll, Foto: Michael Wodak

Dr. Henning Grüll, Oberarzt und Wissenschaftler am Institut für Virologie der Uniklinik Köln, ist mit dem renommierten Loeffler-Frosch-Preis der Gesellschaft für Virologie (GfV)  ausgezeichnet worden. Die Verleihung des mit 5.000 Euro dotierten Preises erfolgte im Rahmen der 35. Jahrestagung der GfV in Heidelberg. Mit dem Wissenschaftspreis würdigt die größte europäische virologische Fachgesellschaft die „herausragenden und wegweisenden Forschungsarbeiten von Dr. Henning Grüll auf dem Gebiet der Virus-neutralisierenden Antikörper sowie der Entwicklung innovativer Antikörper-vermittelter Therapien gegen Virusinfektionen“. Der Preis ist nach Friedrich Loeffler und Paul Frosch, den Erstbeschreibern eines tierischen Virus und Mitbegründern der modernen Virologie, benannt und zählt zu den bedeutendsten wissenschaftlichen Auszeichnungen in der Virologie.

In seinen Forschungsarbeiten untersucht Henning Grüll die Reaktion des menschlichen Immunsystems auf Infektionserkrankungen und Impfungen. Ein besonderer Schwerpunkt seiner Tätigkeiten liegt auf der Erforschung von neutralisierenden Antikörpern gegen Viren wie HIV und SARS-CoV-2. Durch die Kombination von Grundlagenforschung im Labor und translationaler Prüfung neuer Therapiekonzepte in klinischen Studien leistete Henning Grüll entscheidende Beiträge zur Entwicklung mehrerer antiviraler Antikörper, die derzeit am Menschen untersucht werden. Um optimierte antivirale Behandlungsstrategien zu etablieren, widmet sich Henning Grüll aktuell unter anderem der Entwicklung neuartiger Verabreichungsformen für antikörperbasierte Therapien sowie der Entschlüsselung des Wechselspiels zwischen Antikörpern und Viren.