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Vorträge der Medizinischen Gesellschaft

Über die Medizinische Gesellschaft

Die Medizinische Gesellschaft Köln wurde durch Herrn Professor Scheid im Jahr 1960 gegründet. Ihr Ziel ist es, Schwerpunkte der aktuellen medizinischen Forschung darzustellen und grundsätzliche Fragen der Medizin - auch fachübergreifend - anzusprechen und zu diskutieren.

Neben den Antrittsvorlesungen neu berufener Ordinarien sowie Einführungsvorlesungen neu ernannter Privatdozent*innen berichten hier erfahrene Fakultätsmitglieder in regelmäßigen Vorlesungen über die Fortschritte und zukünftigen Entwicklungen ihres Faches. Zudem ist mit der Veranstaltungsreihe “Leben und Sterben historischer Persönlichkeiten” eine weit über die Fakultät bekannte Vorlesungsreihe etabliert worden. Die Medizinische Gesellschaft soll den Ärzt*innen der Stadt Köln und allen Interessierten zur Verbesserung der gegenseitigen wissenschaftlichen und persönlichen Kommunikation dienen.

Es werden keine Mitgliedsbeiträge erhoben.

Der Eintritt ist frei.

Herzliche Einladung

Vorschau

| Medizinische Gesellschaft MG

Personalisierte Medizin 2026 - Fortschritte in der Diagnostik und Therapie von Krebserkrankungen

Vortrag im Rahmen der Medizinischen Gesellschaft von Herrn Univ.-Prof. Dr. Reinhard Büttner, Direktor des Instituts für Allgemeine Pathologie und Pathologische Anatomie

Viele bahnbrechende Innovationen in der Therapie von Krebserkrankungen beruhen auf einem molekularen Verständnis wesentlicher Signalwege, die das Wachstum bösartiger Tumoren als sogenannte Treibermutationen permanent unterhalten. Das hat zur Vorstellung geführt, dass die möglichst komplette Sequenzierung des Tumorgenoms einen vollständigen Überblick über wesentliche Therapieansätze ermöglicht, und eine Begrenzung der Wirksamkeit dieser Therapien nur durch eine polyklonale Entwicklung des Krebsgenoms verursacht wird.

Der Einsatz solcher „Molekular informierten Therapien“ hat aber auch die Grenzen dieses Konzeptes erkennen lassen: Es bilden sich komplexe Netzwerke und Interaktionen zwischen Tumor und Wirt aus, die eine permanente Anpassung ermöglichen, und zu einer vollständig individuellen Krebserkrankung führen.

Der Vortrag soll einen Überblick über den Stand der gegenwärtigen Krebsdiagnostik für eine individualisierte Therapie und einen Ausblick auf die kommenden Herausforderungen geben, auch mit Blick auf Genom, Immunsystem, Metabolismus des Wirtes und die neuen Möglichkeiten durch die Anwendung künstlicher Intelligenz. Zugleich sollen neue Versorgungsformen für die beiden tödlichsten Krebserkrankungen des Menschen, Lungen- und Bauchspeicheldrüsenkrebs, vorgestellt werden, die versuchen die Herausforderungen einer personalisierten Diagnostik und Therapie in die Realität der Versorgung von Krebspatienten umzusetzen.

Ort der Veranstaltung: Hörsaal I des MTI -Hörsaalgebäudes
Beginn: 18.15 Uhr

Alle Vorträge der Medizinischen Gesellschaft sind öffentlich und Eintritt frei.
Es werden Weiterbildungspunkte der Ärztekammer Nordrhein beantragt. Sofern Sie Weiterbildungspunkte erhalten möchten, bitten wir um Anmeldung zur Veranstaltung.

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Vergangene Veranstaltungen

| Medizinische Gesellschaft MG

Personalisierte Medizin 2026 - Fortschritte in der Diagnostik und Therapie von Krebserkrankungen

Vortrag im Rahmen der Medizinischen Gesellschaft von Herrn Univ.-Prof. Dr. Reinhard Büttner, Direktor des Instituts für Allgemeine Pathologie und Pathologische Anatomie

Viele bahnbrechende Innovationen in der Therapie von Krebserkrankungen beruhen auf einem molekularen Verständnis wesentlicher Signalwege, die das Wachstum bösartiger Tumoren als sogenannte Treibermutationen permanent unterhalten. Das hat zur Vorstellung geführt, dass die möglichst komplette Sequenzierung des Tumorgenoms einen vollständigen Überblick über wesentliche Therapieansätze ermöglicht, und eine Begrenzung der Wirksamkeit dieser Therapien nur durch eine polyklonale Entwicklung des Krebsgenoms verursacht wird.

Der Einsatz solcher „Molekular informierten Therapien“ hat aber auch die Grenzen dieses Konzeptes erkennen lassen: Es bilden sich komplexe Netzwerke und Interaktionen zwischen Tumor und Wirt aus, die eine permanente Anpassung ermöglichen, und zu einer vollständig individuellen Krebserkrankung führen.

Der Vortrag soll einen Überblick über den Stand der gegenwärtigen Krebsdiagnostik für eine individualisierte Therapie und einen Ausblick auf die kommenden Herausforderungen geben, auch mit Blick auf Genom, Immunsystem, Metabolismus des Wirtes und die neuen Möglichkeiten durch die Anwendung künstlicher Intelligenz. Zugleich sollen neue Versorgungsformen für die beiden tödlichsten Krebserkrankungen des Menschen, Lungen- und Bauchspeicheldrüsenkrebs, vorgestellt werden, die versuchen die Herausforderungen einer personalisierten Diagnostik und Therapie in die Realität der Versorgung von Krebspatienten umzusetzen.

Ort der Veranstaltung: Hörsaal I des MTI -Hörsaalgebäudes
Beginn: 18.15 Uhr

Alle Vorträge der Medizinischen Gesellschaft sind öffentlich und Eintritt frei.
Es werden Weiterbildungspunkte der Ärztekammer Nordrhein beantragt. Sofern Sie Weiterbildungspunkte erhalten möchten, bitten wir um Anmeldung zur Veranstaltung.

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Eindrücke

Vortrag von Prof. Markus Rothschild

Forschungsprojekt NS-Zeit

In einem Forschungsprojekt des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin (kommissarische Leitung: Prof. Dr. Axel Karenberg) hat der Historiker und Privatdozent Dr. Ralf Forsbach die Geschichte der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln während der NS-Zeit in den Blick genommen. Die im Böhlau-Verlag erschiendende Abhandlung liegt seit Mitte Juli 2023 vor. Das 325 Seiten starke Buch schildert die Haltungen wichtiger Akteure, etwa der Klinik- und Institutsdirektoren sowie des städtischen Gesundheitsdezernenten Carl Cörper, erinnert aber auch an die Verfolgten.

Die Kölner Universitätsmedizin war in der NS-Zeit an Unrecht und Verbrechen beteiligt. So wurden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus ideologischen Gründen entlassen und verfolgt, in Frauenklinik und Chirurgischer Klinik tausende Menschen zwangsweise sterilisiert. Auch Zwangsabtreibungen sind dokumentiert. Das Anatomische Institut profitierte von den Hinrichtungen politischer Häftlinge im Gefängnis "Klingelpütz". Opposition war selten, auch die Studierenden passten sich dem Regime an. Zugleich gab es in Nischen durchaus Spielräume für humanes Handeln, die aber oft ungenutzt blieben. Der Band ist reich bebildert und mit Personenregister und mehreren Übersichtstabellen z. B. zu den Parteimitgliedschaften ausgestattet. Dekan Univ.-Prof. Dr. Gereon R. Fink sagt: "Das Spannungsfeld zwischen der Forschung einerseits und durch die Ethik gesetzten Grenzen andererseits, zwischen dem Grundsatz, jedem Menschen bestmöglich ärztliche Hilfe zu gewähren und den von außen gesetzten Rahmenbedingungen zwingt uns alle auch heute dazu, stets neu über die Bedingungen und Grenzen unseres ärztlichen Handelns nachzudenken. Ich hoffe, dass dieses Buch hierzu einen bedeutsamen Beitrag leisten kann."

Weitere Informationen 

Vorsitzende der Medizinischen Gesellschaft im Überblick

ab 07-2024 Prof. Eysel (Vorsitz), Prof. Baldus, Prof. Bruns, Prof. Erdmann, Prof. Fink, Prof. Goldbrunner, Prof. Schömig, Prof. Wahlers
2020 Prof. Wahlers (Vorsitz), Prof. Baldus, Prof. Bruns, Prof. Erdmann, Prof. Fink, Prof. Goldbrunner, Prof. Schömig
2014 Prof. Erdmann, Prof. Goldbrunner, Prof. Krönke, Prof. Schicha, Prof. Schömig, Prof. Wahlers
2006 Prof. Erdmann, Prof. Krönke, Prof. Schicha, Prof. Schömig, Prof. Staak
2004 Prof. Erdmann, Prof. Krönke, Prof. Mies, Prof. Schicha, Prof. Staak
2002 Prof. Erdmann, Prof. Krönke, Prof. Mies, Prof. Pichlmaier, Prof. Schicha, Prof. Staak
2001 Prof. Erdmann, Prof. Krönke, Prof. Mies, Prof. Pichlmaier, Prof. Staak
2000 Prof. Erdmann, Prof. Kaufmann, Prof. Mies, Prof. Pichlmaier, Prof. Staak
1995 Prof. Eggers, Prof. Erdmann, Prof. Kaufmann, Prof. Mies, Prof. Pichlmaier, Prof Staak
1980 Prof. Eggers, Prof. Kaufmann, Prof. Mies, Prof. Pichlmaier
1970 Prof. Eggers (Vorsitz), Prof. W. Kaufmann, Prof. Stoffel, Prof. Bresser
1966 Prof. Gross
1966 Prof. Scheid