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Rückschau Vorträge der Medizinischen Gesellschaft

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Personalisierte Medizin 2026 - Fortschritte in der Diagnostik und Therapie von Krebserkrankungen

Vortrag im Rahmen der Medizinischen Gesellschaft von Herrn Univ.-Prof. Dr. Reinhard Büttner, Direktor des Instituts für Allgemeine Pathologie und Pathologische Anatomie

Viele bahnbrechende Innovationen in der Therapie von Krebserkrankungen beruhen auf einem molekularen Verständnis wesentlicher Signalwege, die das Wachstum bösartiger Tumoren als sogenannte Treibermutationen permanent unterhalten. Das hat zur Vorstellung geführt, dass die möglichst komplette Sequenzierung des Tumorgenoms einen vollständigen Überblick über wesentliche Therapieansätze ermöglicht, und eine Begrenzung der Wirksamkeit dieser Therapien nur durch eine polyklonale Entwicklung des Krebsgenoms verursacht wird.

Der Einsatz solcher „Molekular informierten Therapien“ hat aber auch die Grenzen dieses Konzeptes erkennen lassen: Es bilden sich komplexe Netzwerke und Interaktionen zwischen Tumor und Wirt aus, die eine permanente Anpassung ermöglichen, und zu einer vollständig individuellen Krebserkrankung führen.

Der Vortrag soll einen Überblick über den Stand der gegenwärtigen Krebsdiagnostik für eine individualisierte Therapie und einen Ausblick auf die kommenden Herausforderungen geben, auch mit Blick auf Genom, Immunsystem, Metabolismus des Wirtes und die neuen Möglichkeiten durch die Anwendung künstlicher Intelligenz. Zugleich sollen neue Versorgungsformen für die beiden tödlichsten Krebserkrankungen des Menschen, Lungen- und Bauchspeicheldrüsenkrebs, vorgestellt werden, die versuchen die Herausforderungen einer personalisierten Diagnostik und Therapie in die Realität der Versorgung von Krebspatienten umzusetzen.

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Form - Funktion - Ästhetik: Die Interdisziplinarität der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgie

Vortrag im Rahmen der Medizinischen Gesellschaft von Prof. Dr. Dr. Max Zinser

Die plastisch-rekonstruktive Chirurgie, die ästhetische Chirurgie, die Verbrennungschirurgie und die Handchirurgie bilden die vier Säulen dieses vielseitigen Fachgebietes. In allen Bereichen sind Form, Funktion und Ästhetik untrennbar miteinander verbunden. 

Der Vortrag beleuchtet die Plastische Chirurgie als interdisziplinäres Bindeglied innerhalb der modernen Medizin: zwischen Onkologie und Rekonstruktion, zwischen Traumatologie und Wiederherstellung, zwischen funktioneller Rekonstruktion und ästhetischer Harmonie. Anhand konkreter Beispiele wird aufgezeigt, wie plastisch-chirurgische Prinzipien in nahezu allen medizinischen Fachbereichen Anwendung finden – oft unbemerkt, aber entscheidend für das Behandlungsergebnis. 

Darüber hinaus gibt der Vortrag einen Überblick über chirurgische und technische Innovationen der vergangenen Jahrzehnte. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage: Wie beeinflusst die Form die Funktion – und umgekehrt? Und weshalb ist ästhetisches Denken kein Luxus, sondern ein integraler Bestandteil funktioneller Rekonstruktion? Der Vortrag lädt dazu ein, Plastische Chirurgie nicht als isoliertes Fach, sondern als Querschnittsdisziplin zu verstehen, die medizinische Grenzen überschreitet und Behandlungsergebnisse maßgeblich verbessert. Eine Perspektive, die verdeutlicht, warum dieses Fachgebiet in der modernen Medizin an einem Zentrum der Maximalversorgung eine zentrale Rolle spielt.

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Vortrag von Univ.-Prof. Dr. Mario Thevis über Doping und Doping Analytik - Grundlagen und Fallbeispiele

Am 24. November spricht Herr Univ.-Prof. Dr. Mario Thevis, Leiter des Instituts für Biochemie / Zentrum für Präventive Dopingforschung an der Deutschen Sporthochschule Köln zum Thema „Doping und Doping Analytik - Grundlagen und Fallbeispiele".

Der missbräuchliche Einsatz leistungssteigernder Mittel und Methoden im Sport stellt ein zentrales multifaktorielles Problem dar, wodurch der Dopingbekämpfung und -analytik eine zentrale Rolle im Leistungssport zukommt. Jüngst eingestandene, über Jahre hinweg erfolgreich durchgeführte Täuschungsmanöver in verschiedenen Sportarten haben mehrfach die Grenzen des Testbaren aufgezeigt; zudem werden durch die außergewöhnliche Dynamik des pharmazeutischen Markts, der kontinuierlich neue Medikamente zur Bekämpfung von Krankheiten hervorbringt, stetig neue Präparate verfügbar, die zu einer unzulässigen Verbesserung der sportlichen Leistung beitragen können, aber auch die Gesundheit der Athleten enorm gefährden können. Kenntnis über solche Maßnahmen und dadurch ermöglichte umfangreiche, spezialisierte und empfindliche Nachweisverfahren können helfen, zum Schutz ehrlicher Athletinnen und Athleten beizutragen. Dies setzt eine gezielte und regelmäßige Verbesserung und Erweiterung der analytischen Möglichkeiten voraus, um betrügerische Machenschaften, z.B. durch den Missbrauch neuer Medikamente oder aber Methoden des Dopings, zu erschweren oder gar auszuschließen. Nicht minder relevant ist die Klärung von Verstößen gegen Anti-Doping Regularien, die aus kaum bzw. unkontrollierbaren Umständen resultieren und besondere Aufmerksamkeit erfordern, was anhand von ausgewählten Fallbeispielen diskutiert wird.

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Vortrag von Univ.-Prof. Dr. Thomas C. Erren über Circadiane Rhythmik - Gesundheit und Krankheit

Am 20. Oktober spricht Herr Univ.-Prof. Dr. Thomas C. Erren, M.P.H., Direktor des Instituts und der Poliklinik für Arbeitsmedizin, Umweltmedizin und Präventionsforschung, zum Thema „Circadiane Rhythmik - Gesundheit und Krankheit".

Circadiane Rhythmik ist ein evolutionäres Grundprinzip, dass Licht als zentralen Zeitgeber nutzt. Sie hilft Menschen, Tieren und Pflanzen, das Leben auf der Erde zu steuern. Kurzfristige Störungen circadianer Regelkreise kennen wir vom Jet Lag als „Reise-Blues“.

Dieser Vortrag behandelt kurz-, mittel- und langfristige Verbindungen zwischen der Circadianen Rhythmik mit Gesundheit und Krankheit. Zur Illustrierung werden Meilensteine der Chronobiologie und Nobelpreise zu Licht und zum circadianen Sehen eingeführt.

Wie Licht die Entwicklung von Gesundheit und Krankheit beeinflussen kann, wird umfangreich untersucht: Was die Epidemiologie aus Köln dazu beiträgt, zeigt Forschung bei Menschen, die durch Schichtarbeit oder Zeitumstellungen gegenüber mehr oder weniger Licht exponiert sind.

Der Vortrag wird einem breiten Publikum Einblicke in circadiane Zusammenhänge und Entwicklungen geben, die für die Gesundheit und Krankheit von Einzelpersonen und Populationen wichtig sein können.

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Vortrag von Prof. Dr. med. Christoph Berg über Fetalchirurgie und Pränatale Interventionen

Am 26. Mai spricht Herr Prof. Dr. Christoph Berg, Leiter des Schwerpunkts Pränatale Medizin, Gynäkologische Sonographie und Fetalchirurgie der Klinik und Poliklinik für Geburtsmedizin, zum Thema „Fetalchirurgie und Pränatale Interventionen - Bilanz nach 20 Jahren".

Die Fortschritte in der pränatalen Ultraschalldiagnostik der letzten 40 Jahre haben die Grundlage für die intrauterine Therapie einiger ausgewählter Erkrankungen geschaffen. Da die meisten vorgeburtlichen Interventionen mit Risiken sowohl für den Fetus als auch für die werdende Mutter verbunden sind, bleiben sie für Erkrankungen vorbehalten, die unbehandelt eine tödliche Prognose haben oder im Laufe der intrauterinen (im Uterus stattfindenden) Entwicklung eine deutliche Verschlechterung der Prognose erfahren.

Bisher haben nur wenige dieser therapeutischen Konzepte ihren Wert im Rahmen kontrollierter Studien bewiesen. Andere intrauterine Therapieansätze sind weniger gut belegt, entweder aufgrund der Seltenheit der Erkrankung oder der mangelnden Verfügbarkeit des Instrumentariums und der entsprechend erfahrenen Therapeut*innen.

Das Universitätsklinikum Köln ist mit jährlich weit über 100 Eingriffen seit Jahren eines der führenden europäischen fetalchirugischen Zentren.

Der Vortrag soll einem breiten Publikum Überblick über die etablierten Verfahren und die neueren Entwicklungen geben.

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Vortrag von Univ.-Prof. Dr. med. Michael Hallek über Fortschritt und Finanzierbarkeit onkologischer Therapien

Am 28. April 2025 spricht Univ.-Prof. Dr. med. Michael Hallek, Direktor der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin I - Hämatologie und Onkologie sowie Leiter des Centrums für Integrierte Onkologie (CIO) Köln, zum Thema "Fortschritt und Finanzierbarkeit onkologischer Therapien. Die onkologische Therapie befindet sich in revolutionärem Umbruch - aber können wir uns das leisten?“.

Angesichts bahnbrechender medizinischer Fortschritte in der medikamentösen Behandlung von Krebserkrankungen stellt sich die Frage nach der finanziellen Tragfähigkeit dieser innovativen Therapien. Der Vortrag wird erläutern, wie sich der technologische Fortschritt auf die Behandlungsoptionen auswirkt und diskutieren, ob das Gesundheitssystem auch künftig in der Lage sein wird, die damit verbundenen Kosten zu tragen. Der Vortrag soll eine ausgewogene Perspektive bieten und sowohl die Chancen als auch die Herausforderungen der modernen onkologischen Therapien beleuchten.

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Vortrag von Univ.-Prof. Dr. med. Markus Rothschild über die "Ceasar Files"

Im Rahmen der Medizinischen Gesellschaft hält Univ.-Prof. Dr. med. Markus Rothschild, Leiter des Instituts für Rechtsmedizin, einen Vortrag zum Thema "Die Caesar-Files: Rechtsmedizin im aktuellen Völkerstrafrecht".

Wann: Montag, den 10. März 2025, 18 Uhr c. t.
Wo: Im Hörsaal I, MTI-Hörsaalgebäude

Deutschland hat als erstes Land überhaupt begonnen, Strukturermittlungsverfahren gegen Syrien wegen des Verdachts der Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu führen. Mittlerweile sind in deutschen Gerichtsverfahren die ersten Urteile gegen Beschuldigte ergangen. Ausgangspunkt für diese Verfahren nach dem Völkerstrafgesetzbuch waren die „Caesar-Files“: Der syrische Militärfotograf „Caesar“ (Deckname) floh mit rund 50.000 digitalen Fotos, die er im Auftrag des Regimes machen musste, nach Europa. Diese Fotos wurden im Auftrag der Bundesanwaltschaft von der Rechtsmedizin Köln ausgewertet und waren Grundlage für den Nachweis, dass in Syrien die Zivilbevölkerung systematisch misshandelt wurde. Wie bearbeitet man solche Fälle, wenn der Tatort nicht begehbar ist, häufig nur Zeugenaussagen, Fotos und Filme vorliegen und bei Überlebenden keine frischen Verletzungen (mehr) vorliegen? Der Vortrag gibt Einblicke in die Methoden der Rechtsmedizin.

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Vortrag von Prof. Markus Rothschild

Vortrag von Univ.-Prof. Dr. rer. nat. Björn Schumacher: Anti-Aging – Mythos oder Wirklichkeit?

Das Altern ist ein universelles Phänomen, das alle Lebensformen betrifft, von den einfachsten Bakterien bis hin zu komplexen Organismen wie dem Menschen. Univ.-Prof. Dr. Björn Schumacher ist Alternsforscher am Exzellenzcluster CECAD und  Direktor des Instituts für Genomstabilität in Alterung und Erkrankung. Er untersucht die biologischen Prozesse, die zu dem allmählichen Funktionsverlust beitragen, den wir alle mit zunehmendem Alter erleben. Während Naturkostfirmen, Fitnessstudios und die Kosmetikindustrie ständig Lösungen anbieten, um dem Altern zu trotzen, geht es dem Wissenschaftler jenseits von oberflächlichen Versprechen ewiger Jugend um eine fundierte und wissenschaftlich rigorose Erforschung der Mechanismen, die in unseren Zellen ablaufen. Der Prozess der zellulären Alterung sowie Schlüsselfaktoren wie oxidativer Stress, DNA-Schäden, Telomerverkürzung und zelluläre Seneszenz sind entscheidend für das Verständnis der Ursachen des Alterns und stehen im Mittelpunkt der Spitzenforschung im CECAD, die darauf abzielt, den Alterungsprozess zu verlangsamen oder sogar umzukehren.

Alle Infos auf einen Blick:
Im Rahmen der Medizinischen Gesellschaft hält Univ.-Prof. Dr. rer. nat. Björn Schumacher, Direktor des Instituts für Genomstabilität in Alterung und Erkrankung,  einen Vortrag zum Thema  "Anti-Aging – Mythos oder Wirklichkeit?".

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Vortrag von Privatdozent Dr. Ralf Forsbach zum Thema: „Die Medizinische Fakultät der Universität zu Köln in der NS-Zeit“

Im Rahmen der Medizinischen Gesellschaft hält Privatdozent Dr. Ralf Forsbach vom Institut für Geschichte und Ethik der Medizin einen Vortrag zum Thema  „Die Medizinische Fakultät der Universität zu Köln in der NS-Zeit“.

Wann: Montag, den 24. Juni 2024, 18 Uhr c. t.
Wo: Hörsaal I, MTI-Hörsaalgebäude der Zentren für Biochemie und Physiologie, Geb. 44b, Joseph-Stelzmann-Str. 52, 50931 Köln

Die Veranstaltung ist wie immer öffentlich. Der Eintritt ist frei.

Der Vortrag fußt auf eine von Dr. Ralf Forsbach im Auftrag der Fakultät erstellten Studie, die 2023 als reich bebildertes Buch veröffentlicht wurde. Hier wird die NS-Geschichte der Kölner Universitätsmedizin - also Fakultät und Kliniken - erstmalig ausführlich aufgearbeitet und dargestellt. Weitere Informationen

Forschungsprojekt NS-Zeit

In einem Forschungsprojekt des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin (kommissarische Leitung: Prof. Dr. Axel Karenberg) hat der Historiker und Privatdozent Dr. Ralf Forsbach die Geschichte der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln während der NS-Zeit in den Blick genommen. Die im Böhlau-Verlag erschiendende Abhandlung liegt seit Mitte Juli 2023 vor. Das 325 Seiten starke Buch schildert die Haltungen wichtiger Akteure, etwa der Klinik- und Institutsdirektoren sowie des städtischen Gesundheitsdezernenten Carl Cörper, erinnert aber auch an die Verfolgten.

Die Kölner Universitätsmedizin war in der NS-Zeit an Unrecht und Verbrechen beteiligt. So wurden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus ideologischen Gründen entlassen und verfolgt, in Frauenklinik und Chirurgischer Klinik tausende Menschen zwangsweise sterilisiert. Auch Zwangsabtreibungen sind dokumentiert. Das Anatomische Institut profitierte von den Hinrichtungen politischer Häftlinge im Gefängnis "Klingelpütz". Opposition war selten, auch die Studierenden passten sich dem Regime an. Zugleich gab es in Nischen durchaus Spielräume für humanes Handeln, die aber oft ungenutzt blieben. Der Band ist reich bebildert und mit Personenregister und mehreren Übersichtstabellen z. B. zu den Parteimitgliedschaften ausgestattet. Dekan Univ.-Prof. Dr. Gereon R. Fink sagt: "Das Spannungsfeld zwischen der Forschung einerseits und durch die Ethik gesetzten Grenzen andererseits, zwischen dem Grundsatz, jedem Menschen bestmöglich ärztliche Hilfe zu gewähren und den von außen gesetzten Rahmenbedingungen zwingt uns alle auch heute dazu, stets neu über die Bedingungen und Grenzen unseres ärztlichen Handelns nachzudenken. Ich hoffe, dass dieses Buch hierzu einen bedeutsamen Beitrag leisten kann."

Weitere Informationen 

Vortrag von Univ.-Prof. Dr. med. Alexander Drzezga: Nuklearmedizin 2024: Neue Chancen für Diagnostik und Therapie

Im Rahmen der Medizinischen Gesellschaft hält Univ.-Prof. Dr. med. Alexander Drzezga, Direktor der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin,  einen Vortrag zum Thema  "Nuklearmedizin 2024: Neue Chancen für Diagnostik und Therapie".

Wann: Montag, den 06. Mai 2024, 18 Uhr c. t.
Wo: Im Hörsaal I, MTI-Hörsaalgebäude

Vortrag von Univ.-Prof. Dr. med. Jens Brüning: Vom Verständnis der zentralnervösen Regulation der Nahrungsaufnahme zu neuen Adipositas Therapeutika

Im Rahmen der Medizinischen Gesellschaft hält Univ.-Prof. Dr. med. Jens Brüning, Direktor der Poliklinik für Endokrinologie, Diabetologie und Präventivmedizin (PEDP) der Universitätsklinik Köln sowie Direktor am Max-Planck-Institut für Stoffwechselforschung, Köln, einen Vortrag zum Thema  "Vom Verständnis der zentralnervösen Regulation der Nahrungsaufnahme zu neuen Adipositas Therapeutika".

Univ.-Prof. Dr. Jens Brüning ist Molekularbiologe und Genetiker und erforscht die Rolle der Insulinaktivität im zentralen Nervensystem. Seine Arbeiten zu systemischen Steuerungssignalen der Nahrungsaufnahme sowie zur Adipositas-induzierten Deregulierung dieser Signalwege bereiteten den Weg für neuartige Therapieoptionen für Adipositas und Typ-2-Diabetes mellitus.

Univ.-Prof. Dr. Jens Brüning hat kürzlich einen Förderpreis des Europäischen Forschungsrates für seine Arbeiten zu neuronalen Schaltkreisen der Stoffwechselkontrolle erhalten. Zur Pressemitteilung.

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Vortrag von Prof. Dr. med. Volker Burst: Moderne Notfallmedizin: zwischen Hausarztpraxis und Schockraum

Notfallmediziner*innen sind mit ständig wechselnden Situationen und herausfordernden Behandlungsfällen konfrontiert und tragen eine besondere Verantwortung für das Leben von Patient*innen zwischen Hausarztpraxis und Schockraum. Univ.-Prof. Dr. med. Volker Burst, Leiter Klinische Forschung – Nephrologie & Notfallmedizin, stellvertretender Klinikdirektor der Klinik II für Innere Medizin: Nephrologie, Rheumatologie, Diabetologie und Allgemeine Innere Medizin, wird in seinem Vortrag auf die Entwicklung der Notfallmedizin als eigenständige Disziplin in der Humanmedizin eingehen und das Berufsbild näher skizzieren.

Die Anforderungen an Notfallmediziner*innen steigen stetig: Fachpersonal in der Notfallmedizin ist im Arbeitsalltag vielfältigen körperlichen Belastungen und psychischen Stressoren ausgesetzt. Wie es zu den zunehmenden Belastungen in den Notaufnahmen kommt und welche Strategien zur Bewältigung dieser Herausforderungen beitragen können wird ein weiterer Themenschwerpunkt des Vortrags sein.

Zudem erläutert Professor Volker Burst die neuen Vorgaben des Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) und der Politik. Der G-BA hatte im vergangenen Oktober juristische Schritte gegen die Beanstandung des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) an seinem Richtlinien-Beschluss zur Ersteinschätzung in der stationären Notfallversorgung beschlossen. Das BMG hatte als Aufsichtsbehörde Kritik am G-BA-Beschluss vom 6. Juli 2023 geübt und ihn als „rechtswidrig“ eingestuft. Die neue Richtlinie soll qualitative, personelle sowie organisatorische Details für ein neues Verfahren im Umgang mit Hilfesuchenden in Notaufnahmen von Krankenhäusern regeln. Ziel ist eine Entlastung der Notaufnahmen.

Infos auf einen Blick:

Zeit: Montag, den 26. Februar 2024, 18 Uhr c. t.

Ort: Hörsaal I, MTI-Hörsaalgebäude der Zentren für Biochemie und Physiologie, Gebäude 44b Joseph-Stelzmann-Str. 52, 50931 Köln

→ weitere Informationen

Vortrag von Univ.-Prof. Dr. med. Frank Jessen: Zeitenwende in der Diagnostik und Therapie der Alzheimer Krankheit

Im Rahmen der Medizinischen Gesellschaft hält Univ.-Prof. Dr. Frank Jessen einen Vortrag zum Thema Zeitenwende in der Diagnostik und Therapie der Alzheimer Krankheit.

Wann: 15. Januar 2024, 18:00 Uhr
Wo: Im Hörsaal I, MTI-Hörsaalgebäude

Die Veranstaltung ist wie immer öffentlich. Der Eintritt ist frei.

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Vortrag Univ.-Prof. Dr. Esther von Stebut-Borschitz: Dermatologie 3.0: Von der Deskription über molekulare Mechanismen zur individualisierten Medizin.

Univ.-Prof. Dr. Esther von Stebut-Borschitz ist Direktorin der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie und berichtet über die enormen Fortschritte in Diagnostik und Therapie innerhalb ihres Faches.

Die Veranstaltung wendet sich an ein interessiertes (Fach-)publikum, auch außerhalb der Universitätsmedizin. Der Eintritt ist frei.


Infos auf einen Blick:

Zeit: Montag, den 06. November 2023, 18 Uhr c. t.

Ort: Hörsaal I, MTI-Hörsaalgebäude der Zentren für Biochemie und Physiologie, Gebäude 44b, Joseph-Stelzmann-Str. 52, 50931 Köln

Weitere Informationen

Vortrag am 11.09.2023

Thema: Die Kardiologie auf dem Weg zur Präzisionsmedizin

Herzkreislauferkrankungen bleiben die führende Todesursache in Deutschland. So gut mittlerweile die Behandlung akuter Herzkreislauferkrankung ist, so eingeschränkt ist doch die Nutzung präventiver Medizin für dieses Fach. Deutschland fällt in der Prävention dieser Erkrankungen im europäischen und weltweiten Vergleich zurück. Aber das Fach ist auf der Schwelle zur individualisierten Präzisionsmedizin. Die Computertomographie wird die diagnostische Herzkatheteruntersuchung ersetzen, mit kathetergestützten Verfahren werden in Zukunft die Mehrzahl der Patient*innen mit Herzklappenerkrankungen behandelt. Auch medikamentöse Therapien der Herzmuskelerkrankungen revolutionieren das Fach.

Univ.-Prof. Dr. Stephan Baldus ist Direktor der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin III - Allgemeine und interventionelle Kardiologie, Elektrophysiologie Angiologie, Pneumologie und internistische Intensivmedizin.

Vortrag am 19. Juni 2023, 18 Uhr

Thema: Stellenwert der Medizintechnik in der onkologischen Chirurgie – Robotics, künstliche Intelligenz und virtuelle Realität

Die Medizinische Gesellschaft lädt ein

zum Vortrag von Frau Univ.-Prof. Dr. Christiane Bruns
am 19. Juni 2023, 18 Uhr c.t. im Hörsaal I, MTI-Gebäude

Univ.-Prof. Dr. med. Christiane Bruns, Direktorin der Klinik & Poliklinik für Allgemein-, Viszeral-, Tumor- und TransplantationschirurgieMitglied der Leopoldina, widmet sich einem höchst spannenden Thema: Dem Einsatz von Rotobics, künstlicher Intelligenz und virtueller Realität in der Chirurgie, speziell der onkologischen Chirurgie. 

Vortrag am 15. Mai 2023, 18:00 Uhr

Sprechstunde Augenheilkunde: was gibt es Neues?

Gerade die Herausforderungen, die sich durch eine zunehmende Alterung der Bevölkerung und den damit assoziierten Augenerkrankungen ergeben, sollen in Professor Cursiefens Vortrag, der im Rahmen der Veranstaltungsreihe der Medizinischen Gesellschaft stattfindet, angesprochen werden. Die Veranstaltungsreihe richtet sich an interessierte Ärzt*innen und Bürger*innen der Stadt Köln und dient als Forum für Austausch und Kommunikation. Mit Professor Cursiefens Vortrag wird einmal mehr der Schwerpunkt Alternsforschung der Kölner Universitätsmedizin beleuchtet: „Das Sehen ist unsere wichtigste Sinnesfunktion und gerade für die Selbstständigkeit im Alter essentiell. Mit zunehmender Alterung der Bevölkerung und vielen altersassoziierten, bis hin zur Erblindung führenden Augenerkrankungen besteht großer Bedarf, Augenerkrankungen besser zu verstehen und neue Therapiemöglichkeiten zu entwickeln“, erklärt Professor Cursiefen. Unter anderem werden häufige Augenerkrankungen wie die Fuchs Dystrophie, das Glaukom, trockenes Auge und Makuladegeneration thematisiert.

Auf einen Blick: 

Vortrag von Herrn Univ.-Prof. Dr. med. Claus Cursiefen
am 15. Mai 2023, 18 Uhr c.t. im Hörsaal I, MTI-Gebäude

Thema: Sprechstunde Augenheilkunde: was gibt es Neues?

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