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Dr. Ann-Kristin Folkerts für Nobelpreisträger-Konferenz 2020/2021 nominiert

Foto: MedizinFotoKöln

Dr. Ann-Kristin Folkerts ist Demenzforscherin. Sie arbeitet als stellvertretende Leitung und wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Medizinische Psychologie | Neuropsychologie & Gender Studies im Team von Professorin Dr. Elke Kalbe an der Uniklinik Köln. Die in Vechta geborene Gerontologin wurde als Nachwuchswissenschaftlerin ausgewählt, an der diesjährigen Nobelpreisträger*innen-Tagung in Lindau teilzunehmen. Die Wissenschaftskonferenz, die sich 2020 zum 70sten Mal jährt, hat das Ziel, Nobelpreisträger*innen und Nachwuchswissenschaftler*innen aus der ganzen Welt zusammen zu bringen, um den wissenschaftlichen Austausch über Generationen, Kulturen und Disziplinen hinweg zu fördern. Aufgrund der Corona-Pandemie wird das Treffen in diesem Jahr als Online Science Days 2020 organisiert und von einem kollaborativen Ideenwettbewerb flankiert. 40 Nobelpreisträger*innen und 600 junge Wissenschaftler*innen aller naturwissenschaftlichen Disziplinen werden sich online zu aktuellen wissenschaftlichen Fragestellungen austauschen. Folkerts gehört zu den Nominierten – Studierende, Doktorand*innen und Postdoktorand*innen unter 35 Jahren – die als Nachwuchswissenschaftler*innen ein mehrstufiges Bewerbungs- und Auswahlverfahren absolviert haben und nun an dem hochrangigen Wissenschaftsmeeting teilnehmen können.

Die reale Tagung soll im kommenden Jahr vom 27. Juni bis 2. Juli nachgeholt werden. Ann-Kristin Folkerts sieht in dem zweistufigen Meeting eine besondere Chance: „Dass wir uns Corona-bedingt in diesem Jahr virtuell treffen, bedeutet weltweiten Austausch und  Vernetzung. Wir können an aktuellen Fragestellungen arbeiten, die wir dann im kommenden Jahr gemeinsam vor Ort weiterentwickeln“, schwärmt Folkerts. „Zum einen geschieht das ganz konkret über Next-Generation-Wissenschaftssitzungen, die durch die Zeitverschiebungen schon mal um 6.00 Uhr morgens beginnen können. Zum anderen aber auch über ganz neue Formate, wie den allerersten Online-Sciathon, einem interaktiven Wettbewerb für Lindauer Alumni und Nachwuchswissenschaftler*innen.“ Mit Hilfe einer digitalen Plattform werden die Gruppen vom 19. bis 21. Juni kollaborativ 48 Stunden lang gemeinsam Lösungen für ein definiertes Projekt entwickeln. „Das schafft eine ganz neue Qualität wissenschaftlichen Arbeitens“, ist sich Folkerts sicher.

Dr. Ann-Kristin Folkerts promovierte über „Kognitive Interventionen zur Therapie kognitiver Störungen bei Patient*innen mit neurodegenerativen Erkrankungen“ im Rahmen des Interdisziplinären Promotionsstudiengangs „Health Sciences“ (IPHS) an der Medizinischen Fakultät. Das Forschungsgebiet von Folkerts umfasst nicht-pharmakologische Interventionen zur Prävention und Therapie von kognitiven Störungen bei gesunden Älteren sowie Menschen mit (leichten) kognitiven Störungen und demenziellen Erkrankungen wie bei der Alzheimer’schen Erkrankung, Morbus Parkinson und Hirntumoren. Hierbei liegt der Fokus vorrangig auf der Entwicklung und Evaluation kognitiver Interventionen, d.h. Therapie- und Präventionsansätzen zur Verbesserung, Stabilisierung bzw. Wiederherstellung der geistigen Leistungsfähigkeit. Zudem werden Effekte und zugrundeliegende Mechanismen physischer sowie kombinierter kognitiv-physischer Interventionen untersucht. Schließlich beschäftigt sich Folkerts mit psychosozialen Interventionen für Menschen mit Morbus Parkinson und ihren Angehörigen, u.a. zum Umgang mit Progredienzangst, d.h. der „Realangst“ vor dem Fortschreiten der Erkrankung.   

Neben Ihrer Tätigkeit in der Kölner Universitätsmedizin ist sie als Übungsleiterin für kognitive Interventionen und Dozentin aktiv. Ihr Bachelor- und Masterstudium der Gerontologie absolvierte Sie an der Universität Vechta. Von 2011 bis 2015 war Folkerts wissenschaftliche Hilfskraft in der Arbeitsgruppe Psychologische Gerontologie und am Center für Neuropsychologische Diagnostik und Intervention (CeNDI) am Institut für Gerontologie der Universität Vechta, ebenfalls unter Leitung von Professorin Dr. Elke Kalbe. Ab Oktober 2015 arbeitete Sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin in der Abteilung für Medizinische Psychologie | Neuropsychologie und Gender Studies an der Uniklinik Köln. Die Medizinische Psychologie befasst sich mit Änderungen kognitiver und emotionaler Funktionen im gesunden Alterungsprozess sowie neurodegenerativen Erkrankungen, vor allem bei Patient*innen mit Morbus Parkinson und der Alzheimer‘schen Erkrankung. Zudem geht es um die Analyse zugrunde liegender neuropsychologischer und neurobiologischer Prozesse.

 

Inhaltlicher Kontakt:

Dr. Ann-Kristin Folkerts
Gerontologin
Stellvertretende Leitung
Medizinische Psychologie | Neuropsychologie und Gender Studies
Centrum für Neuropsychologische Diagnostik und Intervention (CeNDI)

Besucheranschrift:
Kerpenerstr. 68 50937 Köln
Telefon: +49 (0)221 478-96248
Telefax: +49 (0)221 478-3420
E-Mail: ann-kristin.folkertsSpamProtectionuk-koeln.de
http://neurologie-psychiatrie.uk-koeln.de/medizinische-psychologie

 

Kommunikation:

Stephanie Wolff M.A.
Referentin für Öffentlichkeitsarbeit/Kommunikation

Medizinisches Dekanat der Universität zu Köln
Joseph-Stelzmann-Straße 20 50931 Köln
Telefon: +49 (0)221 478 30774
Telefax: +49 (0)221 478 6276
E-Mail: stephanie.wolffSpamProtectionuk-koeln.de