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Richtlinie zur Förderung von Forschungsverbünden zur Prävention von Darmkrebs in jüngeren und künftigen Generationen

Abgabetermin: 20. Januar 2021

Krebs ist die zweithäufigste krankheitsbedingte Todesursache und die Krankheit, die den Menschen in Deutschland am meisten Angst bereitet. Eine der wichtigsten Aufgaben der Krebsforschung ist es, gezieltere und wirksamere Strategien in Prävention, Diagnose und Therapie von Krebserkrankungen zu erforschen und zu entwickeln. Um die zahlreichen vielversprechenden Entwicklungen in der Krebsforschung in ihrer hohen Dynamik aufzugreifen und die Forschung auf die Ansätze mit dem größten Potenzial zu fokussieren, hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit weiteren Partnern die Nationale Dekade gegen Krebs ausgerufen. Der beste Weg in der Krebsbekämpfung ist es jedoch, Erkrankungen gar nicht erst entstehen zu lassen, oder möglichst früh zu erkennen. Die Prävention ist deshalb einer der zentralen Schwerpunkte in der Dekade.

Darmkrebs ist die zweithäufigste Krebserkrankung. In Deutschland erkranken jedes Jahr ca. 60.000 Menschen an Darmkrebs. Die meisten Darmkrebserkrankungen treten derzeit bei Menschen über 70 Jahren auf, nur 10 % vor dem 55. Lebensjahr. Seit einigen Jahren beobachten Forscher jedoch, dass weltweit die Häufigkeit von Darmkrebs in jüngeren Jahren ansteigt. Die Häufigkeit der Darmkrebsfälle stieg bei den 20- bis 29-jährigen zwischen 1990 und 2016 von 0,8 auf 2,3 Fälle pro 100.000 Menschen. Die Ursachen hierfür sind noch nicht bekannt. Vermutet wird ein Zusammenhang beispielsweise mit Bewegungsmangel, Ernährung und Übergewicht. Mehr Fälle bereits in jüngerem Alter bedeuten, dass Menschen dieser Jahrgänge im Alter erst recht Gefahr laufen werden zu erkranken. Die Forschung geht deshalb davon aus, dass Darmkrebsfälle in den kommenden Jahrzehnten signifikant zunehmen werden.

Diese Fördermaßnahme zielt darauf ab, rasche Fortschritte in Ursachenforschung, Gesunderhaltung, Früherkennung und Nachsorge bei jungen Menschen mit Darmkrebs zu erreichen. Hierzu werden Forschungsverbünde gefördert, die bundesweit Kapazitäten in der Forschung bündeln und zielorientiert eine interdisziplinäre wissenschaftliche Bearbeitung der Themenbereiche ermöglichen.

Weitere Informationen unter https://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/11330.php