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Klinischer Studienabschnitt Humanmedizin

Die Studiensemester 5 bis 10 nach dem „Physikum“ werden im Kölner Modellstudiengang als Klinischer Studienabschnitt oder kurz als „Klinik“ bezeichnet.

Ähnlich wie in der Vorklinik bildet auch hier ein fachorientierter Unterricht in den 21 Fachgebieten (siehe unten: Drop down 1) nach Ärztlicher Approbationsordnung die Basis der Lehre. Diese wichtige Einbindung der Diagnostik und Therapie von Krankheitsbildern in die spezifische Systematik und Sichtweise der Fachgebiete ist die Grundlage zum Verständnis der interdisziplinären Lehre von häufigen Symptomen, Beratungsanlässen und Differentialdiagnosen in den 42 Kompetenzfeldern der Klinik (siehe unten: Drop down 2). Hierbei wird immer eine Gruppe von drei Kompetenzfeldern themenverwandt einem der 14 Querschnittsbereiche (siehe unten: Drop down 3) nach Ärztlicher Approbationsordnung zugeordnet.

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21 Fachgebiete

1. Allgemeinmedizin        

2. Anästhesiologie        

3. Arbeitsmedizin, Sozialmedizin        

4. Augenheilkunde        

5. Chirurgie        

6. Dermatologie, Venerologie        

7. Frauenheilkunde, Geburtshilfe        

8. Hals-Nasen-Ohrenheilkunde        

9. Humangenetik        

10. Hygiene, Mikrobiologie, Virologie        

11. Innere Medizin        

12. Kinderheilkunde        

13. Klinische Chemie, Laboratoriumsdiagnostik        

14. Neurologie        

15. Orthopädie        

16. Pathologie        

17. Pharmakologie, Toxikologie        

18. Psychiatrie und Psychotherapie        

19. Psychosomatische Medizin und Psychotherapie        

20. Rechtsmedizin        

21. Urologie

42 Kompetenzfelder

5. Semester

6. Semester

7. Semester

8. Semester

9. Semester

10. Semester

Oberbauch-beschwerden

Ethik im ärztlichen Beruf

CPR

Gedächtnis-störung

Klinische Studien

Zuckerhaushalt

Illegale Substanzen

Transplantation & Transfusion

Symptomkontrolle

Kinderwunsch

Nierenfunktions-störungen

Rheumatologie

Dyspnoe

Lebensstil

Compliance & Selbstmedikation

Depression

Hypertonie (Teil 2)

Allergische Erkrankungen

Schilddrüse

Gelenkschmerz

Bewegungs-störungen

Apoplex & Neuro-rehabilitation

Herzinsuffizienz & KHK

Lymphknoten-vergrößerung

Meldepflichtige Erkrankungen

Polytrauma

Blutbildstörungen

Kopfschmerzen

Gewichtsverlust & Abgeschlagenheit

Erbrechen & Diarrhoe

Ikterus

Venöse Thrombose & Lungenembolie

Arterielle Gefäß-erkrankungen

Herzrhythmus-störungen

"Der Tumorpatient"

Personalisierte Therapie Onkologie

 

Fieber & Sepsis

Erbkrankheiten

Alkohol & Entzug

Therapieziel-änderung

 
 

Tumorschmerz

 

Schwindel

  
14 Querschnittsbereiche

1. Epidemiologie, medizinische Biometrie und medizinische Informatik        

2. Geschichte, Theorie, Ethik der Medizin        

3. Gesundheitsökonomie, Gesundheitssystem, Öffentliches Gesundheitswesen        

4. Infektiologie, Immunologie        

5. Klinisch-pathologische Konferenz        

6. Klinische Umweltmedizin        

7. Medizin des Alterns und des alten Menschen        

8. Notfallmedizin        

9. Klinische Pharmakologie/Pharmakotherapie        

10. Prävention, Gesundheitsförderung        

11. Bildgebende Verfahren, Strahlenbehandlung, Strahlenschutz        

12. Rehabilitation, Physikalische Medizin, Naturheilverfahren        

13. Palliativmedizin        

14. Schmerzmedizin

Ergänzend steht ein Portfolio von mehr als 60 Wahlveranstaltungen der verschiedenen Fachgebiete zur Verfügung, aus welchem die Studierenden nach eigenem Interesse und individueller Schwerpunktsetzung mindestens eine frei ausgewählte Lehrveranstaltung pro Semester absolvieren müssen.

Patientenorientierte Lehre: Im longitudinalen Modul Allgemeinmedizin“ (LoMA) werden die wichtigsten Aspekte einer ganzheitlichen allgemeinmedizinischen Patientenversorgung vermittelt und mündet in das zweiwöchige Blockpraktikum Allgemeinmedizin in der hausärztlichen Ausbildungspraxis.

Die ärztlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten (z.B. Untersuchungskurse, Anamnesekurs, Notfalltraining, Reanimation) werden in der Klinik konsequent an Modellen und mit Schauspielerpatienten im SkillsLab  trainiert, bevor diese dann im Unterricht am Krankenbett (Blockpraktika) und in Famulaturen unter ärztlicher Supervision zur Anwendung kommen. Den Abschluss bildet dann im 10. Semester der bei den Studierenden außerordentlich geschätzte PJ-STArT-Block als Vorbereitungswoche auf das Praktische Jahr.

Die Durchführung eines zweiten Wissenschaftlichen Projekts in der Klinik führt das individuelle Engagement eigener Forschungsaktivitäten im Medizinstudium fort und kann bei Eignung idealerweise in einer Promotionsarbeit (Dr. med.) weitergeführt werden.

Der Zweite Abschnitt der Ärztlichen Prüfung wird dann nach dem 10. Semester wie in einem Regelstudiengang auch als bundeseinheitliche Prüfung durch das IMPP (Institut für medizinische und pharmazeutische Prüfungsfragen) über das NRW-Landesprüfungsamt durchgeführt.

 Heike Zims

Heike Zims

Lehrkoordinatorin Klinik

Ärztin