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Berufungen

Professorin Dr. Esther von Stebut-Borschitz,

Professorin Dr. Esther von Stebut-Borschitz, bisher Hautklinik Universitätsmedizin Mainz, ist zur W3-Professorin für Dermatologie und Venerologie an der Medizinischen Fakultät ernannt worden. Gleichzeitig hat sie die Direktion der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie übernommen und tritt die Nachfolge von Professor Dr. Thomas Krieg an. Die 1968 in Hamburg geborene Wissenschaftlerin studierte in Lübeck Humanmedizin. Hier promovierte sie 1996 mit ihrer Arbeit „Die Rolle der Proteinkinase C in der Signaltransduktion von basophilen Leukozyten“. Als Wissenschaftliche Mitarbeiterin war sie von 1996 bis 1997 an der Berliner Charité tätig, bevor sie für zwei Jahre am National Institute of Health, Bethesda in den USA forschte. Seit 1999 an der Hautklinik der Universität Mainz tätig, habilitierte sie sich hier 2004 mit dem Thema „Die Bedeutung dendritischer Zellen für die Entwicklung von protektiver Immunität gegenüber der kutanen Leishmaniose“. 2008 übernahm sie in Mainz eine W2-Professour für Infektionsdermatologie. 2014 wurde sie zum Mitglied der Expertengruppe „Off-label“ des Fachbereichs Innere Medizin am Bundesministeriums für Gesundheit ernannt. Die Arbeiten Professorin Stebut-Borschitz wurden bereits mehrfach ausgezeichnet. So erhielt sie zum Beispiel bereits 2003 den Dagmar Eißner-Preis für Nachwuchswissenschaftlerinnen der Universität Mainz, 2009 den Preis der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und 2015 die Schaudinn-Hofmann-Plakette der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft. Zu ihren Hauptforschungsgebieten gehören die Immunologie, Infektiologie und Dermatologie. Einer breiteren Öffentlichkeit wurde sie als Leishmaniasis-Expertin aber auch als Expertin für Reise- und Tropendermatosen bekannt. In der Deutschen Forschungsgemeinschaft ist sie Mitglied verschiedener Senatskommissionen, so zum Beispiel für tierexperimentelle Forschung und für Grundsatzfragen in der klinischen Forschung.

Professor Dr. Jörg Janne Vehreschild

Professor Dr. Jörg Janne Vehreschild ist zum W2-Professor für Translational Cohorts in HIV Research in der Klinik I für Innere Medizin an der Medizinischen Fakultät ernannt worden. Der 1978 in Siegburg geborene Wissenschaftler studierte von 1999 bis 2005 in Bonn Humanmedizin. Parallel arbeitete er freiberuflich als Datenbank- und Softwareentwickler von 1998 bis 2000 bei der Kuttig GmbH, Troisdorf und von 2000 bis 2005 bei der System AG, Lohmar. Die Verbindung zur Infektiologie entstand über das Praktische Jahr mit Tertialen in Südafrika und in der infektiologischen Abteilung der Uniklinik Bonn. Seit November 2005 ist er Mitarbeiter der Klinik I für Innere Medizin und in der Forschung und als inzwischen als Oberarzt in der Patientenversorgung tätig. Er ist Facharzt für Innere Medizin und Hämatologie und Onkologie mit Zusatzbezeichnung Infektiologie und Fellow der European Confederation of Medical Mycology. Seit Januar 2013 leitet Professor Vehreschild die Arbeitsgruppe „Kohorten in der Infektionsforschung“, die seit Juli 2013 als Nachwuchsgruppe vom Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) zum Thema „Cohort Studies in HIV Infection“ gefördert wird. In diesem Rahmen koordiniert er den Aufbau wissenschaftlicher Plattformen zur gemeinsamen Erforschung wichtiger Fragestellungen. Hierfür entwickelt er mit seinem Team Datenschutz- und Ethikkonzepte sowie maßgeschneiderte Softwarelösungen. Über diese Plattformen werden hypothesengenerierende klinisch-epidemiologische Studien durchgeführt und die Umsetzung klinischer Studien in seltenen Patientenkollektiven ermöglicht. Im Deutschen Zentrum für Infektionsforschung wird über die Kölner Plattform an der Erforschung von Heilungsmöglichkeiten der HIV-Infektion gearbeitet. 2016 wurde Professor Vehreschild mit dem Forschungsförderpreis der Deutschsprachigen Mykologischen Gesellschaft ausgezeichnet.