zum Inhalt springen

Details

Professor Norbert Galldiks auf Professur für Translationale Bildgebung in der Neuroonkologie berufen

Professor Dr. med. Norbert Galldiks tritt zum 1. August 2021 die W2-Professur für „Translationale Bildgebung in der Neuroonkologie“ an. Die von der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln gemeinsam mit dem Forschungszentrum Jülich initiierte Professur eröffnet neue Perspektiven für die interdisziplinäre klinisch-translationale Forschung im Bereich der Neuroonkologie, insbesondere für die Entwicklung innovativer Bildgebungsmethoden. Das hohe Potential durch die Kooperation zwischen dem Centrum für Integrierte Onkologie Aachen, Bonn, Köln und Düsseldorf (CIO ABCD) und dem Forschungszentrum Jülich soll beidseitig weiter ausgebaut werden, um die nationale und internationale Sichtbarkeit im Bereich der bi-direktionalen translationalen Bildgebungsforschung zu steigern.  

Seine Forschungsfelder fokussieren die Validierung der Befunde innovativer Bildgebungsmethoden mit der Molekularpathologie von Hirntumoren, das Monitoring innovativer therapeutischer Ansätze wie beispielsweise Immuntherapie oder zielgerichteter Therapie mit diesen Methoden, die Entwicklung von neuen PET-Tracern mit hohem Translationspotential sowie die Etablierung von Künstlicher Intelligenz in der Neuroonkologie, um die Diagnostik noch weiter zu verfeinern.

Galldiks erklärt: „Die etablierte Kooperation zwischen der Universitätsmedizin Köln und Forschungszentrum Jülich mit der regelmäßigen Zuweisung einer hohen Anzahl von Patientinnen und Patienten mit Hirntumoren bietet hervorragende Voraussetzungen für translationale Forschungstätigkeit: Über das CIO ABCD konnten in den letzten Jahren eine Vielzahl von Patientinnen und Patienten in Forschungsprojekte eingeschlossen werden. In Kombination mit der hervorragenden technischen Infrastruktur am Forschungszentrum Jülich bieten sich für mich einmalige Chancen, neue Schwerpunkte in der translationalen neuroonkologischen Forschung zu setzen.“

Professor Galldiks studierte von 1995-2002 Humanmedizin an der Universität zu Köln und absolvierte einen Studienaufenthalt am Memorial Sloan Kettering Cancer Center in New York. Er promovierte 2002 und arbeitete bis 2004 als Stipendiat und Postdoktorand im PET-Labor am Max-Planck-Institut für Neurologische Forschung in Köln. Nach der Facharztausbildung an der Klinik und Poliklinik für Neurologie der Universitätsklinik Köln (Direktor: Univ.-Prof. Dr. G.R. Fink) forscht seit 2010 Galldiks am Institut für Neurowissenschaften und Medizin (INM-3) des Forschungszentrum Jülich, in enger Kooperation mit der dortigen Arbeitsgruppe Nuklearmedizinische Hirntumordiagnostik. Die Venia legendi erwarb er 2012 für das Fach Neurologie. Seit 2013 ist Galldiks Leiter der Arbeitsgruppe „Neuro-Onkologie“ an der Klinik und Poliklinik für Neurologie sowie Leiter der Interdisziplinären Onkologischen Projektgruppe „Gliome und Metastasen“ am Kölner CIO. Im Jahr 2016 wurde er zum außerplanmäßigen Professor ernannt. Seit 2018 ist er Leiter der internationalen Response Assessment in Neuro-Oncology Working Group (RANO-Gruppe) für PET.

Klinisch ist er als Oberarzt an der Klinik und Poliklinik für Neurologie tätig und leitet die dortige Neuroonkologische Spezialsprechstunde. Seit 2013 leitet er zudem gemeinschaftlich mit dem Zentrum für Neurochirurgie das neuroonkologische Tumorboard am Kölner CIO.